Aktualisiert: 27.08.2010
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 








 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




















 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Herzlich willkommen auf der Homepage der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft e.V.
Taub und trotzdem hören!  Cochlea-Implantat: Hören mit einer Innenohr-Prothese.

 

Es sind noch Plätze frei:

01. - 03. Oktober 2010, Hannover
Hörfit - Mit dem CI besser verstehen lernen - für erwachsene CI-Träger
Hörtraining - Begegnung - Informationsaustausch - Entspannung - Spaß und Freude
Weitere Informationen finden Sie hier!

 

 

Leipzig, 25. September 2010
ADAC-Fahrsicherheitstraining für junge Hörgeschädigte mit und ohne CI

Auf Initiative des CIV Mittel-deutschland findet am 25. September ein kostenloses Fahrsicherheits-training auf dem ADAC-Gelände in Leipzig statt. Die ideale Chance, das eigene Fahrvermögen deutlich zu verbessern.
Profitrainer üben mit Euch vom Schleudern bis Bremsen auf glatter Straße alle möglichen Gefahren-situationen. Ein Tag, der nicht nur weiterbringt, sondern bestimmt auch viel Spaß macht. Möglich ist das Training auch für 17-Jährige, die den Führerschein haben und am begleiteten Fahren teilnehmen. In diesem Fall müsste die Begleitperson dabei sein.
Das Training wird mit dem jeweils eigenen Auto durchgeführt. Gegebenenfalls kann auch ein PKW zur Verfügung gestellt werden. Die Anmeldung sollte bis spätestens 05. September an Walther Seiler erfolgen. Bei mehr als 12 Anmeldungen geht es nach Eingang der Anmeldungen. Nähere Informationen finden Sie hier bzw. auf schnecke-online. Hier geht es zur  Anfahrtsskizze.

 

Kontaktdaten:
Cochlear Implant Verband Mitteldeutschland
Walther Seiler, 1. Vorsitzender

Postfach 110712
06021 Halle
Telefon: (0345) 27993389
E-Mail: Walther.Seiler@web.de

 

 

Neues von den Weltrekordlern aus Herford

Von Tennisgöttern, Nash-Theorem und einem absolut unkooperativen Spiel
Vor exakt zwei Wochen sind Chris Masurenko und Dennis Heitmann auf eine fantastische Reise ins Land des eisernen Willens gestartet. Tennis wollten sie spielen. Aber nicht eben mal ein hartes Match, sondern unfassbare 55 Stunden 55 Minuten und 55 Sekunden. Und was der 42-jährige Geologe Masurenko und sein 14 Jahre jüngerer Einzelpartner Dennis „Tennisgott“ Heitmann – wie ihn seine Kollegen der 1. Herrenmannschaft der TSG Herford während des Marathonmatches via Banner titulierten – an Willensleistung ablieferten, war wirklich einen Weltrekord wert.
Ganze 18 Stunden 23 Minuten und 55 Sekunden packten die beiden Akteure auf den bis dato aktuellen Weltrekord zweier Holländer drauf. „Ich wollte nicht wieder, wie im vergangenen Jahr, um ein paar Stunden übertrumpft werden“, antwortete Masurenko auf die Frage, warum es denn heuer knappe 56 Stunden sein mussten. Im vergangenen Jahr hatte sich der Vater zweier Söhne, einer davon mit CI versorgt, mit seinem Cousin, Thorben Orlowski, 33 Stunden 33 Minuten und 33 Sekunden gematcht und wurde einige Wochen später von den Oranjes knapp vier Stunden getoppt.
 

Auch heuer sollte Orlowski erneut mit von der Partie sein. Allein, 13 Stunden vor Beginn des Matches erschütterte eine brutale Nachricht das Organisations-Team rund um TSG-Präsident Hermann Pohlmann: Thorben war aufgrund eines Bandscheibenvorfalles außer Gefecht gesetzt. An dieser Stelle begann nun die fantastische Geschichte dieses Events, dessen komplette Erlöse der DCIG zufließen werden: Innerhalb von 45 Minuten entschloss sich Doktorand Heitmann, für Thorben Orlowski einzuspringen. Gut, ich gebe zu, geschätzte Leser, ich hatte als eine Art Katalysator gedient und im richtigen Moment Dennis Mut zugesprochen. Jedoch, eines seien Sie bitte versichert, ich wusste von der ersten Sekunde an, dass es dieser baumlange Hüne schaffen wird, denn seine mentale Stärke stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Umso erhebender und ergreifender war das Gefühl, diese sympathischen Marathon-Männer nach der Rekordzeit in die Arme zu schließen und sich den Freudentränen zu ergeben.
 

Derweil hat der Alltag die beiden Tennis-Weltrekordler längst wieder eingeholt. Geologe Masurenko – der im richtigen Leben dem Schoße Mutter Erdes Edelmetalle entlockt, anstatt gut aussehenden, groß gewachsenen jungen Herren tage- und nächtelang Tennisbälle um die Ohren zu knallen – weilt derzeit beruflich im Kosovo. „Tennisgott“ und Wirtschaftsmathematiker Heitmann setzt sich dagegen alltäglich mit so spannenden Dingen wie dem Theorem von Nash auseinander, welches die Existenz von Gleichgewichten in nicht kooperativen Spielen beschreibt. Na ja, also wenn jemand Ahnung von Gleichgewichten in nicht kooperativen Spielen hat, dann wohl der Herforder „Fast-Doktor“. Mr. John Forbes Nash Jr., Sie mögen mir dies bitte verzeihen, auch wenn dieses Gleichgewichtstheorem nach Ihnen benannt wurde, Sie waren 1950 lediglich ein genialer Theoretiker. Unsere beiden „Herforder“ – Chris Masurenko wurde in Herford geboren – haben es in der Praxis bewiesen: 72 zu 72 spielten sie nach Sätzen. Mehr Gleichgewicht kann es wohl kaum geben, in einem so überhaupt nicht kooperativen Spiel wie Tennis. Oder was meinen Sie, Mr. Nash?
Michael Loskarn, Geschäftsführer der DCIG

 

06. - 08. August 2010, Herford

Jawoll, wir sind Weltrekord!

Wir sind Weltrekord!!! Was Chris Masurenko und Dennis Heitmann geleistet haben, ist einfach nicht zu fassen. Mit einer schier unmenschlichen Willensleistung haben Chris und Dennis den neuen Guinness-Weltrekord im Dauertennis nach Herford in Ostwestfalen geholt. Nach exakt 55 Stunden 55 Minuten und 55 Sekunden hatte ich die Ehre, die Uhr zu stoppen. Was dann über den Center Court der TSG hereinbrach, war ein überschäumendes Wechselbad der Emotionen! Unzählige Zuschauer stürmten auf den Platz und feierten die Akteure, lagen sich gegenseitig mit Tränen in den Augen in den Armen und waren Zeugen einer fantastischen Geschichte des Tennissports geworden.

 

Die Dramatik dieser Geschichte nahm bereits am Donnerstagabend ihren Lauf, als Dennis Heitmann – Spieler der ersten Herrenmannschaft der TSG – all seinen Mut zusammenraffte und sich die wahnwitzige Idee ins Großhirn brannte, über 55 Stunden Tennis zu spielen. Hintergrund: Thorben Orlowski, der sich mehrere Monate auf das Event vorbereitet hatte, war wegen eines Bandscheibenvorfalles ausgefallen. Umso erhebender und ergreifender war das Gefühl, diesen baumlangen Kerl nach der Rekordzeit in die Arme zu schließen und sich den Freudentränen zu ergeben. Und dann Chris: Ein kurzer Blick in seine Augen – Augen, wie sie nur Siegertypen haben – eine tiefe Umarmung, die mir einen Emotionsschauer über den Rücken jagte. Dieser Mann ist wirklich kein Gewöhnlicher. Was er im Kopf hat, das setzt er um. Dann ergreift er, der Vater eines mit CI-versorgten Sohnes, das Mikrofon, richtet seinen Dank an seine Mutter, wobei seine Stimme bricht, richtet seinen Dank an Dennis und die Verantwortlichen und spricht davon, dass der Sinn dieser Aktion jener war, den Bekanntheits-grad des Cochlea-Implantates zu steigern. Dieser Mann ist einfach einzigartig.

 

Lieber Chris, lieber Dennis, liebe Freunde der TSG Herford – allen voran Vorsitzender Hermann Pohlmann: Ihr habt Geschichte geschrieben! Und dies zugunsten der DCIG. Mein Dank aus tiefstem Herzen gilt Euch allen, und zwar im Namen aller mit CI versorgten Menschen. Diese Tage werde ich nie mehr vergessen, da sie sich ins Herz gebrannt haben. Jawoll, wir sind Weltrekord!

Michael Loskarn, Geschäftsführer der DCIG

 

Der Weltrekord im Dauertennis ist geschafft!
Es gab Ärzte, die prophezeiten Chris Masurenko und seinem Gegenspieler Halluzinationen und solche, die hielten beide gar für lebensmüde. Dies alles konnte Chris Masurenko und Dennis Heitmann nicht davon abhalten, drei Tage lang, von Freitagmorgen um 9 Uhr bis Sonntagspätnachmittag um 17 Uhr Tennis zu spielen. 55 Stunden, 55 Minuten und 55 Sekunden haben Masurenko (42) und Heitmann (28) auf dem Gelände der Tennisspielgemeinschaft Herford die Bälle hin- und her geschmettert. Am frühen Sonntagabend haben die beiden den bis dahin gültigen Weltrekord im Dauertennis von 37,32 Stunden gebrochen und damit neue Maßstäbe gesetzt.

Völlig ohne Vorbereitung meisterte Dennis Heitmann (28) diese extreme Herausforderung. Als Masurenkos Cousin Thorben Orlowski, der sich seit Monaten intensiv auf das dreitägige Match vorbereitet hatte, am Donnerstagabend wegen eines Bandscheibenvorfalles absagen musste, sprang Heitmann spontan ein. „Diesen Mut und diese Leistung kann man gar nicht hoch genug bewerten“, lobt Franz Hermann, Präsident der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft (DCIG).

In herausragender Weise profitiert die DCIG, für deren Arbeit der Erlös des dreitägigen Turniers mit buntem Programm bestimmt ist, vom Erfolg der beiden Amateursportler. Chris Masurenko und seiner Frau Daniela, deren Sohn Malte im Oktober 2001 mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit zur Welt gekommen war und der dank zweier Cochlea-Implantate heute wie jedes andere Kind hören und sprechen kann, war es mit der Aktion darum gegangen, das Cochlea-Implantat bekannt zu machen. „Es ist einfach ein Wunder, wie das alles funktioniert und wie Malte damit umgeht“, sagt Chris Masurenko. Viele Eltern von Gehörlosigkeit oder hochgradiger Schwerhörigkeit betroffener Kinder wüssten jedoch nicht von dieser Möglichkeit. Die Arbeit der DCIG, durch intensive Öffentlichkeitsarbeit über die Möglichkeiten des Hörens mit CI zu informieren, sei deshalb so wichtig und unterstützenswert.

Dass es gelungen ist, das CI in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken, daran lässt Franz Hermann, Präsident der DCIG, keinen Zweifel: „Der Tennis-Weltrekord von Herford hat das CI in die Medien gebracht, und die Menschen sind darüber miteinander ins Gespräch gekommen.“ So hätten sich zwischen den CI-Trägern unter den Besuchern und normal hörenden viele Gespräche entwickelt. „Viele normal Hörende haben hier zum ersten Mal erlebt, wie gut eine Unterhaltung mit CI-Trägern gelingt“, führt Chris Masurenko aus.

Große Anerkennung zollen DCIG-Präsident Franz Hermann und DCIG-Geschäftsführer Michael Loskarn den vielen ehrenamtlichen Helfern der Tennissportgemeinde Herford, die für einen reibungslosen Ablauf der dreitägigen Veranstaltung mit buntem Programm sorgten.

Den beiden Sportlern geht es – abgesehen von schwächeren Muskel- und Gelenkschmerzen – gut. „Ich hätte vermutlich sogar noch Energie für eine weitere Nacht gehabt“, sagt Chris Masurenko. Die befürchteten Halluzinationen seien ausgeblieben, die Regeneration laufe planmäßig. Dennis Heitmann, der seinen Arm am Tag nach dem geglückten Weltrekord zunächst nicht heben konnte, hat bereits eine Urlaubsreise angetreten. Nur die Tränen der Überwältigung stiegen beiden hin und wieder in die Augen. „Was wir geschafft haben, wird uns erst jetzt richtig bewusst“, sagt Masurenko.

Die Anerkennung des Erfolgs durch die Mitarbeiter des Guinness Buches der Rekorde steht noch aus. Bis zum offiziellen Eintrag werden erwartungsgemäß noch einige Wochen vergehen.
Juliane Fischer-Kern
Redaktion
Schnecke/schnecke-online

 

DCIG-Vizepräsident Dr. Lutz Detlef Stückgen zurückgetreten

Leider müssen wir mitteilen, dass Dr. Lutz Detlef Stückgen – er wurde auf der DCIG-Generalversammlung am 24. April 2010 in Köln einstimmig gewählt – am 12. Juli mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt hat. Präsidium und Geschäftsführung der DCIG bedauern dies sehr. Wir danken ihm für sein Engagement für die DCIG und für den BayCIV und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Franz Hermann, Präsident der DCIG
   

 

Wirbelsturm entfacht: "Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein CI?"
In der deutschen CI-Welt herrscht derzeit Sturmwarnung: Ein zu anfangs "laues Lüftchen" - der Aufsatz „Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?“, erschienen in der Abteilung „Neuroethik & Neurophilosophie“ der Zeitschrift Nervenheilkunde, Heft 4, 2010, S. 244–248, von Dr. Sabine Müller und Ariana Zaracko - hat sich in den vergangenen Wochen zu einem veritablen Wirbelsturm entwickelt. Ein Wirbelsturm der den beiden Damen nun gewaltig um die Ohren pfeift! Lesen Sie hierzu die Stellungnahme der DCIG. Außerdem spiegelt der Kommentar von Arno Vogel, Therap. Leiter des CIC Schleswig-Kiel, eine fachlich sehr fundierte und äußerst liberale Meinung wider, die die DCIG unumwunden teilt.