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Das Cochlea-Implantat
Was
ist ein Cochlea-Implantat ?
Ein Cochlea-Implantat (kurz: CI)
ist eine Innenohrprothese für
hochgradig schwerhörige und
gehörlose Kinder oder Erwachsene,
denen herkömmliche Hörgeräte wenig
oder gar keinen Nutzen mehr bringen. CIs wandeln Schall in elektrische
Impulse um, durch die der Hörnerv
in der Hörschnecke (lat.: Cochlea)
stimuliert wird. So können Sprache
und Töne wieder wahrgenommen werden.
Ein CI besteht aus zwei Teilen:
Erstens dem Implantat, das hinter
dem Ohr unter die Haut implantiert
wird, und Zweitens, dem
Sprachprozessor (SP) mit der
Sendespule, der wie ein Hörgerät
hinter dem Ohr getragen
wird.
Wie
funktioniert das Cochlea-Implantat ?
Im Sprachprozessor werden über
das Mikrofon empfangene
Schallschwingungen in elektrische
Signale umgewandelt, welche nach der
Verarbeitung als elektrisches
Pulsmuster über das Kabel zur Spule
weitergeleitet werden. Die durch
Magnetkraft über dem Implantat
gehaltene Spule sendet dieses
kodierten Signale per Radiowellen
durch die Haut zum Implantat. Dieses
entschlüsselt das die Signale und
leitet sie über die Elektrode in
die Cochlea weiter. Durch diese
elektrischen Impulse wird der
Hörnerv stimuliert, der in Folge so
genannte Aktionspotenziale erzeugt
und diese an das Gehirn
weiterleitet. Das Gehirn empfängt
die Aktionspotenziale des Hörnervs
und erkennt sie als akustisches
Ereignis (Sprache, Klang, Geräusch).
Der wesentliche Unterschied im
Vergleich zu einem Hörgerät besteht
darin, dass das Hörgerät den Schall
verstärkt und sich dabei auf eine
für die Schallübertragung
ausreichende Anzahl überlebender
Haarzellen in der Cochlea verlässt.

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